Die Ungehorsamen
12. Mar 2026 |
theateraachen.de
Ein Bundeswehroffizier, der Befehle verweigert. Ein Mitglied der »Letzten Generation«, das für ihren Aktivismus inhaftiert wird. Ein Eisenbahngewerkschafter, der Streiks organisiert. Ein Schweinebauer, der Straßen blockiert. Sie alle verbindet, dass sie eine Grenze überschritten haben: Sie haben entweder das Gesetz gebrochen oder werden durch ihr Handeln in der Öffentlichkeit als »ungehorsam« wahrgenommen und unter Druck gesetzt. »Ungehorsam« bedeutet: ein persönliches Risiko einzugehen, die Grenzen des Erlaubten, Erwarteten, Üblichen auszureizen, zu übertreten, infrage zu stellen. Ungehorsam findet im Kleinen wie im Großen statt: auf deutschen Autobahnen, im Bundesamt für Migration, von Whistleblowern, im Hambacher Forst oder in Lützerath – oder in Dörfern, die von Reichsbürgern zu autonomen Republiken erklärt werden. Ungehorsam hängt an der großen medialen Glocke ebenso wie im kleinen privaten Trotz. Manchmal stehen hehre Ziele dahinter, manchmal irrationale Ängste, bisweilen große moralische Fragen. Die Autoren Marcel Raabe und Manuel Waltz führten zahlreiche Interviews, begleitet von einer intensiven Recherche zum Thema ziviler Ungehorsam. Aus dem dokumentarischen Material entwickeln sie ein partizipatives Theaterstück, das die Besucher:innen mit einbezieht. Die Arbeit der Autoren am vorliegenden Theaterstück wurde vom Deutschen Literaturfonds e.V. gefördert. // #pressestimmen »Es ist super, dass es eben in diesem kleinen Spielort stattfindet, weil hier wirklich die Argumente hin und her fliegen.« »Das fand ich das Herausragende an diesem Abend, nicht nur, dass er präzise geschrieben und hervorragend gespielt ist, sondern dass man wirklich miteinander ins Gespräch kommt.« »Hier ist wirklich große, große Wertschätzung, ein sehr respektvoller, demokratischer Theaterabend.« »Sowas ist ein Theater, das wir heute brauchen, wo Menschen wirklich in Kontakt kommen.«Fazit Deutschlandfunk Kultur »Manuel Waltz und Marcel Raabe zeigen in ihrem zweiten Theaterstück, wie die einfachsten Mittel oft die größte Wirkung entfalten. Und dass es nicht unbedingt Expert:innen des Alltags braucht, um Authentizität zu entfalten.« »Das Profi-Ensemble des Theaters Aachen schafft es mühelos, glaubwürdig Rollen zu verkörpern und gleichzeitig als Personen erkennbar zu sein, die sich gemeinsam mit den Autoren und Regisseuren auf eine Recherchereise begeben.« »Bei aller Sympathie für die Aktivist:innen wird das Publikum nie belehrt.« »Und nun wird der ohnehin ausgezeichnet gespielte und präzise geschriebene Abend besonders interessant. Menschen mit verschiedenen Meinungen hören einander zu.« »Aus dem Theater wird wahrhaftig ein Plenum, ein öffentlicher Ort des Austauschs, voller Respekt und Wertschätzung.« »Das funktioniert so gut, weil Manuel Waltz und Marcel Raabe keine ästhetischen Brüche suchen, keine kunstvollen Überhöhungen. Sie lassen das Ensemble direkt spielen, den offenen Dialog mit dem Publikum wagen.« »Während die Suppe brodelt und Essensduft durch den Raum zieht, entsteht eine Ahnung, wie Demokratie funktionieren kann. Und aus einem kleinen Theaterabend wird ein großer Wurf. Wer will, kann zum Essen bleiben.«Theater der Zeit »Alle erläutern ihre Positionen, mal sperrig, mal zugänglich – besonders eindrücklich: Rösners ruhige Klarheit.« »Trotz der Schwere der Themen bleibt der Abend leicht. (...) Genau hier spielt das Mörgens als Spielstätte seine Stärke aus: ein intimer Raum, der Beteiligung ermöglicht, ohne sie zu erzwingen.« »Die Ungehorsamen“ ist ein vielstimmiger Abend über Zweifel, Mut und Widerspruch, der weniger Antworten liefert als Denkbewegungen anstößt. Recherchiert, musikalisch kommentiert und klug inszeniert, zeigt diese Uraufführung, wie lebendig investigatives Theater sein kann – und dass Ungehorsam oft dort beginnt, wo Menschen einander zuhören und bereit sind füreinander einzustehen.«Aachener Zeitung
Premiere