NÜRNBERG ab 7. Mai im Kino
06. Mar 2026 | Tom Keune
„Ich will, dass die Zuschauer ihn verurteilen“ - Tom Keune neben Russell Crow und Rami Malek in Hollywood-Drama ‚NÜRNBERG‘ – ab 7. Mai 2026 im Kino
© Courtesy of Sony Pictures Classics, Foto: Scott Garfield.
Anfang August 1945 wurde von den Alliierten ein internationaler Militärgerichtshof begründet, um die ranghöchsten Nationalsozialisten für ihre Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zur Rechenschaft zu ziehen. Erstmals in der Geschichte sollten Kriegsverbrecher gerichtlich belangt werden. Dies ist die Ausgangslage des Films „Nürnberg” von James Vanderbilt (Buch und Regie), der am 7. Mai 2026 in die deutschen Kinos kommt.
© Courtesy of Sony Pictures Classics, Foto: Scott Garfield.

Zu den 24 Angeklagten zählte neben Reichsmarschall Hermann Göring  (verkörpert von Oscar®-Preisträger Russell Crowe) auch Robert Ley, Reichsleiter der NSDAP und Leiter der Deutschen Arbeitsfront – gespielt von Tom Keune. Der fanatische Nationalsozialist Ley erhängte sich in der Nacht zum 25. Oktober 1945 und entzog sich so dem Prozess.
Für Tom Keune ist die Darstellung von Robert Ley eine der anspruchsvollsten Rollen seiner Karriere. Einer historisch bösen Person erneut Leben einzuhauchen, bedarf es Fingerspitzengefühl. Tom Keune wollte unter allen Umständen vermeiden, dass die Zuschauer:innen Mitleid mit dem NS-Verbrecher Robert Ley empfinden. Es war eine Gratwanderung: „Einem Charakter versuche ich mich eigentlich auf einer menschlichen, einer psychologischen Ebene zu nähern. Ich versuche mich – so gut es geht – in diesen Menschen hineinzuversetzen, ihn zu verstehen, dem Publikum die Verurteilung möglichst schwer zu machen, weil es seine Perspektive versteht. Auch wenn er der klassische Schurke ist. Das war bei Robert Ley nicht mein Ziel. Im Gegenteil! Hier war mir wichtig, dass Zuschauer:innen mit jeder Faser ihres Körpers spüren, was für ein unerreichbarer Dogmatiker dieser Typ war. Ich will, dass das Publikum ihn verurteilt.“
© Courtesy of Sony Pictures Classics, Foto: Scott Garfield.