München: Was läuft im Theater?
27. Jan 2026 |
sueddeutsche.de
„Das Ende zu verraten, wäre bei der Komödie „Die Tür nebenan“, die gerade im „Theater ... und so fort“ zu sehen ist, schade. Auch wenn man von Anfang an vermuten kann, wo die Geschichte zwischen den beiden endet, die sich so offensichtlich nicht ausstehen können. Das Zwei-Personen-Stück des französischen Autors Fabrice Roger-Lacan hatte 2014 seine Uraufführung. Damals wusste man noch nichts von einer Pandemie, und auch der Rechtsruck erschien nicht so bedrohlich. „Die Tür nebenan“ wirkt deshalb oft retro, die Lage entspannt. Ein interessanter Effekt angesichts dessen, dass nur rund zehn Jahre vergangen sind.
Conny Krause und Heiko Dietz spielen eine Psychologin und den Leiter einer Produktionsabteilung. Sie ist ein intellektueller Kopfmensch mit wenig Hang zum Freizeitvergnügen, er ein bodenständiger Pragmatiker mit wenig Geschmackssicherheit. Sie wohnen einander gegenüber und gehen sich grundsätzlich auf die Nerven. Der Zufall will es, dass beide ihrem Leben eine andere Richtung geben wollen: Im selben Dating-Portal suchen sie nach dem idealen Menschen für die Liebe.
Regisseur und Bühnenbildner Heinz Konrad deutet auf der kleinen Bühne des Theaters die beiden Wohnungen mit einfachen Mitteln an. Er lässt Krause und Dietz die Konzentration auf den Schlagabtausch, sie reagiert schnippisch, er schnoddrig, beide nie um eine Antwort verlegen. Lustvoll trocken hauen sie die Pointen raus und hangeln sich im gut dosierten Tempo durch diese Liebeskomödie, die Spaß verspricht, ohne dumm daherzukommen.„
Yvonne Poppek
Regisseur und Bühnenbildner Heinz Konrad deutet auf der kleinen Bühne des Theaters die beiden Wohnungen mit einfachen Mitteln an. Er lässt Krause und Dietz die Konzentration auf den Schlagabtausch, sie reagiert schnippisch, er schnoddrig, beide nie um eine Antwort verlegen. Lustvoll trocken hauen sie die Pointen raus und hangeln sich im gut dosierten Tempo durch diese Liebeskomödie, die Spaß verspricht, ohne dumm daherzukommen.„
Yvonne Poppek